Mein Name ist Markus. Einige kennen mich aus früheren Zeiten, speziell von zahlreichen Lauf-Wettbewerben, bei welchen ich leidenschaftlich gerne immer wieder mitgelaufen bin. Vor etwa drei Jahren habe ich mich aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, bei Wettbewerben nicht mehr teilzunehmen und mich aus dem damals gewohnten Umfeld zurück zu ziehen. Ein Wechsel meines Wohnortes hat auch etwas dazu beigetragen, aber in Wirklichkeit spielten andere Aspekte eine Rolle dafür, meine „Karriere“ an den Nagel zu hängen, wie man so schön sagt.
Aber mit dem Laufen komplett aufzuhören? Nie und nimmer, denn im Grunde meines Herzens bin ich nach wie vor ein Läufer aus Leidenschaft. Für mich hat das Laufen damit wieder einen neuen – oder eigentlich sogar alten – Stellenwert erlangt, „back to the roots“ sozusagen, also zurück zum Ursprung. Ich erinnerte mich ohne dem Wettlauf-Geschehen wieder daran, warum ich damals ganz zu Beginn überhaupt mit dem Laufen angefangen habe – und das war eine wunderschöne Zeit, doch dazu später mehr ..
Markus Michi 2.0
Vor nicht allzu langer Zeit ist Michi (Michael Wernbacher) wieder auf mich zugekommen. Ich hatte mit ihm vor rund 3 Jahren einen ziemlichen Konflikt ausgetragen. Dabei ging es unter anderem auch um das Thema „Laufschuhe“ und wie sich die Laufschuhe in den letzten Jahren entwickelt haben und sich natürlich auch weiterhin entwickeln. Dabei hat die gemeinsame Zusammenarbeit im Jahr 2015 – als der WEMOVE RUNNINGSTORE gerade erst gegründet worden ist – über viele Jahre hinweg relativ gut funktoniert. Und das wiederum ist der Grund, warum wir jetzt, nach etwa drei Jahren Sendepause, wieder zusammen gefunden haben. Obwohl wir uns in vielen Bereichen nach wie vor überhaupt nicht einig sind, so ist nun eine Debattenkultur zwischen uns entstanden, die auf sehr wertschätzender Basis funktioniert. Und das wiederum ist auch ein Grund dafür, warum ich mich dazu bereit erklärt habe, den Blog des WEMOVE RUNNINGSTORE mit Inhalt zu befüllen. Unter dem augenzwinkernden Motto „Markus Michi 2.0“ werde ich nun künftig meinen Beitrag für den WEMOVE RUNNINGSTORE leisten, den sich dieser tolle Laufladen im Grunde genommen wirklich verdient hat.
Nun zum Thema: Warum Laufen ohne Schnaufen?
Die Facetten des Laufsports sind so vielfältig, wie das Leben selbst. Seit mehr als 23 Jahren schnüre ich mehr oder weniger regelmäßig meine Laufschuhe und das aus den verschiedensten Motiven und Blickwinkeln. Es gab in meinem Läufer-Leben immer wieder Phasen mit leistungsorientierten Schwerpunkten und zahlreichen Wettkämpfen (ca. 300 Wettbewerbe in den letzten 15 Jahren), aber auch Phasen der Entschleunigung und des „Zu sich selbst Findens“, so wie es jetzt gerade seit etwa drei Jahren der Fall ist. Mal wurde mehr beim Laufen geschnauft, mal aber auch überhaupt nicht.
Für ein Wettkampfziel laufen oder einfach nur für die Gesundheit und das Wohlbefinden
Was das betrifft, so sind diese beiden Welten des Laufsports für mich nicht schwarz oder weiß, sondern da gibt es meiner Empfindung nach viele kleine Grautöne. Leistungsorientiert für ein Wettkampfziel zu laufen funktioniert im Kopf meiner Meinung nach ganz anders, als wenn man bloß für das eigene Wohlbefinden und den Erhalt der Gesundheit die Laufschuhe schnürt.
Während ich damals zu Beginn meiner Wettbewerbs-Laufbahn für einen Wettbewerb gezielt trainierte und das „Ziel als Ziel“ sah, so ist bei mir ohne konkretes Ziel der Anspruch an mich selbst plötzlich ganz anders. Denn ohne konkretes Lauf-Ziel wurde auf einmal der „Weg zum Ziel“ selbst und das von ganz alleine. Das änderte meine Motivation für das Laufen komplett. Das machte aus mir einen Menschen, der nicht nur für ein konkretes Ziel läuft, sondern im Laufen eine Art von Erfüllung gefunden hat, eigentlich so ähnlich vom Gefühl her, wie ganz zu Beginn meiner „Lauf-Karriere“, doch dazu später mehr.
Daraus hat sich vor etwa 15 Jahren eine ziemlich dynamische Serie von zahlreichen Wettbewerben ergeben und das in relativ absehbarer Zeit. Mit Blick auf das große Ganze jedoch sportle ich nach der Philosophie „Der Weg ist das Ziel“, jedoch zu jener Zeit mit vielen kleinen konkreten Zwischenzielen, also jenen Wettbewerben, für die ich damals trainierte.
Irgendwann war ich mit diesem Konzept auf einem Niveau, auf welchem ich über längere Zeiträume hinweg gar nicht mehr konkret für einen einzelnen Wettbewerb trainieren musste, sondern an den Wettbewerben stets nur aus dem „normalen“ Training heraus teilgenommen habe. Ehrlicherweise muss ich mir an dieser Stelle eingestehen, dass ich die unterschiedlichsten Motivationen aus jener Zeit aus heutiger Sicht nicht mehr genau zuordnen und reproduzieren kann. Eines weiß ich aber ganz bestimmt noch: nicht selten habe ich beim Laufen geschnauft wie eine alte Dampf-Lokomotive.
Aber das war auch lange Zeit – speziell meine ersten fünf halbwegs vernünftigen Lauf-Jahre – überhaupt nicht so der Fall, doch auch dazu später mehr.
Der Zahn der Zeit und wie alles seine Zeit hat
Ich bin aktuell 47 Jahre alt. Zugegebenermaßen sieht man mir das Alter nicht unbedingt an, aber auch ich spüre den Zahn der Zeit und ich gestehe mir ein, dass nicht alles sein muss, was eben nicht sein muss. Dabei denke ich speziell an Lauf-Wettbewerbe, die ich bewusst seit etwa drei Jahren Großteils meide. Dies hat – wie Eingangs bereits erwähnt – mehrere Gründe (auf welche ich in künftigen Blog-Artikeln vielleicht einmal eingehen werde).
Erlebnisse beim Laufen die zu denken geben
Ein prägendes Erlebnis hatte ich allerdings, was mich lange Zeit beschäftigt hatte. Ich weiß nicht mehr genau welches Jahr es war, jedenfalls in der Zeit kurz vor „Corona“, kann sein 2019 oder so. Es war der Vienna Trail Run, das weiß ich noch.
Jedenfalls nicht lange nach dem Startschuss ging es auf den 544 Meter hohen Hermannskogel zur Habsburgwarte hinauf. Auf dem Weg nach oben, noch kurz bevor man zum Agnesbrünnl Gasthaus kommt, habe ich einen etwas älteren elendig schnaufenden Mann überholt. Der Mann war offensichtlich ein guter Läufer, da er im Starterfeld bislang vor mir gelaufen ist. Doch anscheinend hat er sich dabei etwas übernommen. Während ich an ihm vorbei lief, dachte ich mir noch: „Na bumm, ob das wohl gut geht .. !?“
Kurz nach dem Finish des Laufes habe ich im Ziel erfahren, dass dieser Mann – kurz nach dem ich ihn überholt hatte – zusammenbrach und noch auf der Strecke verstorben sei. Da wurde mir wirklich mulmig zumute und ich stellte mir selbst die Frage: „Hätte das auch mir passieren können?“
Und ich stellte mir die weitere Frage: „Hätte ich ihm nicht helfen sollen und ihn fragen, ob er nicht eine Pause machen will?“ Und ich stellte mir infolge weitere Fragen: „Wie hoch kann der Preis nur sein, den ich selbst bereit bin dafür zu bezahlen, nur um ein gewisses Ziel zu erreichen oder Anerkennung zu bekommen?“ und „Wie sehr bin ich selbst bereit aus meiner Komfortzone zu schreiten, und womöglich meine Gesundheit zu riskieren, nur mir selbst etwas zu beweisen? Und um was geht es überhaupt? Um die berühmte goldene Ananas? “ …
Jedenfalls ist mir immer schon insgeheim das Kotzen gekommen, wenn wegen der besagten Ananas diskutiert und sogar gestritten worden ist. Das war dann einer der Momente, wo ich mich lieber zurückgezogen habe. Warum? Weil es einfach keinen Sinn macht, sich das Schöne am Laufen mit so etwas zu verderben.
Laufende Fragen die einem in den Sinn kommen
Irgendwie kommt es mir so vor, dass je mehr und je länger man sich mit dem Laufsport beschäftigt, umso mehr Fragen diesbezüglich für einen selbst auftauchen und beantwortet werden wollen. Das ist aber eigentlich ganz normal so, und so verhält es sich auch mit vielen anderen Lebensbereichen und Themen. Je mehr man von etwas weiß, umso mehr weiß man, wie viel man eigentlich darüber noch nicht weiß.
Für mich habe ich diesbezüglich herausgefunden, dass vermeintlich allgemeingültige Aussagen über den Laufsport in meinem speziellen Fall überhaupt nicht zutreffen. Ausnahmen bestätigen nun mal auch die Regel. Daher macht es durchaus Sinn, sich und seine eigene Welt des Laufens reflektiert kennen zu lernen und durchaus auch auf die Probe zu stellen. Ich persönlich glaube nicht unbedingt immer an Studien, aber jedenfalls an Erfahrungswerten, die ich selbst gemacht habe, auch wenn es darum geht außerhalb der Komfortzone zu laufen.
Laufen außerhalb der Komfortzone
Grundsätzlich schätze ich mich als sehr optimistische Person ein. Ich denke also nicht an den berühmten Ziegelstein der mir auf den Kopf fallen könnte. Aber ich bin auch ein Mensch, der das Risiko nicht unbedingt herausfordern will, was ich als von Grund auf vernünftig erachte.
Hinsichtlich meiner Erfahrung mit dem verstorbenen Läufer dachte ich auch noch ein wenig über das Thema „Komfortzone“ nach. Denn eigentlich sah ich bislang das Verlassen der Komfortzone als durchaus erstrebenswert und gesund an, doch irgendwo gibt es doch eine Grenze, oder etwa nicht? Wo befindet sich diese Grenze? Ich denke, dass sich jeder Mensch diese Frage selbst stellen kann.
Für mich hat das Laufen (der Sport generell) immer zu jeder Zeit einen gesundheitsrelevanten Aspekt. Wenn ich also Schmerzen habe, dann nehme ich keine Schmerzmittel oder sonstige Helferlein, nur damit ich noch weiter laufen kann. Das ist für mich ein klares „No Go“. Insofern laufe ich lieber gar nicht, als meinen Körper unter Schmerzen – oder unter Einfluss schmerzstillender Mittel – zu quälen. Das ist ein Aspekt außerhalb der Komfortzone, mit dem ich nichts zu tun haben will. Und das sehe ich als Luxus im Hobbysport – gegenüber dem beruflichen Profisport, bei welchem man diesen grundsätzlich „verbotenen“ Ort außerhalb der Komfortzone hinnehmen muss (auch da muss man nicht, aber dann gewinnt man vielleicht auch nicht).
Schmerz ist immer eine Art von Alarmsignal des Körpers. Der Körper kommuniziert mit uns über diesen Empfindungskanal. Natürlich gibt es Schmerzen mit denen man ohne Probleme und ohne nachhaltigen Schaden laufen kann, aber um diese Art von Schmerzen (zB ein Muskelkater, …) geht es hier nicht. Vielmehr geht es mir persönlich darum, auf den eigenen Körper hören zu können und dementsprechend gut zu ihm zu sein.
Braucht man ein Ziel um regelmäßig Sport zu betreiben?
Meiner Meinung nach braucht man kein Ziel um das zu tun was man eben gerne tut. Ein konkretes Ziel kann natürlich dabei helfen in die Spur des Tuns zu gelangen, aber in Wirklichkeit ist es nicht notwendig. Ein konkretes Ziel ist immer an Motivation geknüpft, in der Praxis oftmals mit extrinsischen Motiven.
Extrinsische Motivation bedeutet für mich ein Stück weit Abhängigkeit, Abhängigkeit von externen Einflüssen, wie zum Beispiel einer Gruppe von Menschen oder Ähnlichem. Ist es nicht irgendwie traurig, wenn man das Laufen als die schönste Nebensache der Welt ansieht und dann aber nur laufen geht, wenn man von anderen Menschen dazu motiviert wird?
Keine Ahnung … das darf jeder für sich selbst beantworten … für mich jedenfalls fühlt sich das irgendwie komisch an, wenn das Laufen nur an extrinsische Motivationen geknüpft ist. Ich für meinen Teil liebe es, wenn ich alleine nach meinem Bauchgefühl laufen darf, ohne Plan und ohne konkretem Ziel, im „Hier und Jetzt“ und nach dem Motto „Laufen ohne Schnaufen“ sozusagen. Das hat in der Tat etwas Meditatives, Beruhigendes und Heilendes.
Fünf Jahre lang Laufen ohne Schnaufen als Ausgleich zum Alltag
Für mich hat das Laufen jetzt gerade eine sehr große intrinsische Kraft. Dabei erinnere ich mich gerne an meine ersten halbwegs vernünftigen fünf Laufjahre – etwa vom Jahr 2003 bis 2008. In diesen 5 Jahren bin ich eigentlich nur in der Grundlage (ohne Schnaufen) gelaufen, rein als Ausgleich zum relativ stressigen Berufs-Alltag. Damals hatte ich zwar schon einmal aus Interesse einen Laktattest gemacht, aber vom leistungsorientiertem Laufen war ich meilenweit entfernt.
Das Laufen hat mir in dieser Zeit einfach nur gut getan. Ich hatte damals weder eine Laufuhr, noch einen Pulsmesser oder sonstige spezifischen Ausrüstungsgegenstände. Einzig mein damaliges Paar Laufschuhe – der ASICS Nimbus 3 (aktuell im Jahr 2026 ist es die Version 28) – welchen ich von Laufsport Blutsch hatte, hat mir dabei extrem geholfen, dass ich das Laufen für mich so lieben gelernt habe. Dieses Paar Laufschuhe bin ich tatsächlich diese ganzen 5 Jahre lang hindurch gelaufen, bis der Schuh wortwörtlich auseinander gefallen ist.
Für mich ist weniger Schuh einfach irgendwie MEHR
An allen Ecken und Enden hatte mein ASICS Nimbus lauter Löcher. Zugegebenermaßen habe ich das als ganz praktisch empfunden – die beste Aircondition, die man sich im Schuh nur wünschen kann. Und tatsächlich bin ich der Meinung – aus meiner eigenen Empfindung heraus – dass weniger Schuh beim Laufen mehr bedeuten kann. Zu viel Material um den Fuß herum tut meiner Meinung nach meinem Fuß nicht gut. Bitte man beachte, dass ich von meinem Fuß spreche und nicht allgemein diese Behauptung in den Raum stellen will.
Nach 5 Jahren ohne Schnauen laufen: der erste Wettlauf
Irgendwann ist dann doch die Zeit gekommen, dass ich bei einem Wettbewerb mitgelaufen bin, und JA, das war richtig geil und ich war für damalige Verhältnisse richtig schnell – viel schneller als ich zuvor gedacht habe. Insofern war ich immer schon ein kleiner Tiefstapler. Für mich selber habe ich immer Demut an den Tag gelegt, was meine Leistungsfähigkeit anlangte.
Insofern habe ich mir stets gefühlt kleine Ziele gesteckt, bei denen ich mir von Beginn an ziemlich sicher war, dass ich diese auch erreichen konnte. Dies half mir immens dabei, nicht gleich immer ins Schnaufen beim Laufen zu gelangen. Daher bin ich mir im Nachhinein ziemlich sicher, dass ich durch eine schärfere Zielsetzung durchaus noch größere Erfolge verzeichnen hätte können, aber ehrlich: um das ging es mir dabei nie – und ich finde, dass das auch heute noch für mich eine richtige und gesunde Einordnung in meiner Motivations-Messlatte bedeutet.
Korrekterweise muss ich aber schon auch noch zugeben, dass ich es eine Zeit lang wirklich auch übertrieben habe, und dass mich Trainer aus meiner Vergangenheit zu Zielen verführt haben, die ich eigentlich so gar nicht für mich am Radar hatte (Stichwort: Langdistanz-Triathlon, …). Schwieriges Thema: und ja, ich habe die IRONMAN-Distanz – die „Königsklasse im Ausdauersport“ – für mich nach etwa 10 Stunden erfolgreich ins Ziel gebracht, aber ehrlich: ein schöner Trailrun im Frühling durch den Wald ist für mich mindestens genauso schön … und tut weniger weh 🙂
… und heute?
Heute sind mir die Zahlen und Werte des leistungsorientierten Sports mehr denn je egal. Die goldene Ananas – so what? Vielmehr zählt für mich gerade das „back to the roots“, das „zurück zum Ursprung“, dem schönen Laufgefühl ohne Pace-Druck und ohne zu schnaufen (um den Titel des Beitrags nochmals gerecht zu werden). Aber sage niemals nie … es kann durchaus sein, dass mich irgendwann wieder der Eifer packt und ich es wissen will, auf der Marathonstrecke. Aktuell sieht es aber noch nicht so aus. Lieber genieße ich den Luxus vom Laufen im Urlaub, nach Lust und Laune, mit meiner Frau gemeinsam und einfach für unser gemeinsames Wohlbefinden.
Kathi, meine Frau, und ich laufen sehr gerne gemeinsam auch beim Wings for Life World Run mit. Kathi hatte vor etwa drei Jahren einen Hüftbruch und konnte daher monatelang überhaupt nicht laufen. Mit mir gemeinsam hat sie im März 2024 wieder ihre ersten Laufschritte gemacht und jetzt rennt sie als hätte sie nie etwas anderes in ihrem Leben gemacht – und das ist so wunderschön zu beobachten ❤
Zum Autor

Markus Steinacher
Das Läufer-Leben von Markus hat im Jahr 2003 begonnen, eigentlich mit seinem ersten Laktattest, bei welchem er mit 6 km/h bereits 130 bpm - und damit auch seine Aerobe Schwelle - erreichte. Nach 14 km/h war der Spaß zu Ende. Und damit hat eine lange Reise begonnen, eine Reise in der noch einige Kapitel nicht geschrieben worden sind.



